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Spirituelle Psychotherapie allgemein und bei Krisen

Spirituelle Seele, Psyche

Spirituelle Psychotherapie gibt es nicht?


Analytische Psychotherapie von Jung als rühmliche Ausnahme


Spirituelle Krise: psychologisch und spirituell wachsen




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Spirituelle Psychotherapie gibt es nicht?



Eine Psychotherapie befasst sich zwar geistig-seelisch mit ihren Patienten. In der Praxis beinhaltet das aber nur den Verstand und die Psyche, keine Spiritualität. Selbst eine nur teilweise „spirituelle Psychotherapie“ bleibt die Ausnahme.

Dass in unserem gesamten Gesundheitssystem spirituelle Aspekte einen eher schweren Stand haben, überrascht nicht wirklich. Kennen Sie einen Arzt oder Heilpraktiker, der sich z.B. um die spirituelle Bedeutung von Krankheiten kümmert? Wir sind eben eine eher an der Wissenschaft und am Körperlichen interessierte Kultur. Was für die Medizin in ihrer Gesamtheit normal sein mag, finde ich speziell für die Psychotherapie allerdings nicht mehr so selbstverständlich.


Verstand und Psyche stehen im Vordergrund

Zwar berufen sich Psychotherapie-Verfahren in der Regel auf wissenschaftliche Studien, genau wie die übrige Medizin. Weggehend vom Körper widmet sich die Psychotherapie allerdings stattdessen dem Reich des menschlichen Geistes und der Seele. Sollte es da nicht nahe liegen, dass Spirituelles miteinfließt? Sollte man meinen, aber dem ist nicht so. Unter den etablierten Verfahren gibt es keines, das sich Spiritualität auserkoren hat. Eine explizit spirituelle Psychotherapie kennt unser Gesundheitssystem nicht.

Der Mensch bildet eine Trinität aus Körper, Geist und Seele. Die Psychotherapie befasst sich mit Geist und Seele des Patienten, doch das beinhaltet in aller Regel keinerlei spirituelle Aspekte. „Geist“ meint das Geistig-Mentale, also den Verstand und das Denken sowie die Fähigkeit zur Wahrnehmung. Und die Seele umfasst im Verständnis der Psychotherapie Gefühle und Emotionen, Bedürfnisse und Motive sowie das Verhalten. Es geht also um die Seele im Sinne der Psyche.


Es gibt keine „richtige“ spirituelle Psychotherapie

Bei den therapeutisch eingesetzten Methoden finden wir ein ähnliches Bild. Psychotherapeuten setzen keine spirituellen Mittel und Methoden ein. Sie arbeiten vor allem mit ihrem Verstand und mit ihrem Einfühlungsvermögen, der Empathie. Letzteres, die Empathie spielt insbesondere in der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Rogers eine große Rolle.

Auf beiden Seiten, bei Patient und Psychotherapeut, bleibt also Spirituelles außen vor. Sicherlich kann das Leiden des Patienten im Einzelfall etwas Spirituelles zum Thema haben, z.B. mag jemand gerade eine spirituelle Krise durchleben. Und es mag Außenseiter-Verfahren geben oder individualistische Therapeuten, die gewisse spirituelle Aspekte integrieren. Manche bezeichnen das als ganzheitliche Psychotherapie. Im Großen und Ganzen gibt es aber keine offizielle, systematische spirituelle Psychotherapie.

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Analytische Psychotherapie von Jung als rühmliche Ausnahme



Eine rühmliche und lohnenswerte Ausnahme unter den ansonsten „unspiritellen“ Psychotherapie-Verfahren ist die Therapie von Carl Gustav Jung. Sie heilt unter anderem durch Selbstverwirklichung und wiederhergestellte spirituelle Verbindung.

Wenngleich sich unter den etablierten Psychotherapie-Verfahren keine ausgewiesene spirituelle Psychotherapie befindet, so gibt es doch eine Ausnahme, die Spiritualität substantiell integriert: Die Analytische Psychotherapie nach C.G. Jung, die ich auch in meiner eigenen Arbeit anwende. Jung, einer der Nachfolger des Psychoanalyse-Begründers Sigmund Freud, hat anders als Freud Religion und Spiritualität zu einer wichtigen Komponente seiner Therapie gemacht.


Religiöse Spiritualität und Selbst-Verwirklichung

Jung war zwar kein Anhänger der institutionellen Religion, also der Kirche. Er sympathisierte aber aus voller Überzeugung insbesondere mit den östlichen Religionen. Er erkannte die immense Bedeutung von Religion und Spiritualität für die geistig-seelische Gesundheit und Entwicklung des Menschen. Sein Horizont war weit genug, Religion und Spiritualität mit Psychologie und Psychotherapie zu verbinden.

Carl Gustav Jung entwarf das Konzept der „Selbst-Verwirklichung“ mit dem Selbst als dem „Ganzheitlich-Vollständigen“ und letztlich Göttlichen in uns. Seine Psychotherapie ist wohl die einzig anerkannte, die man inoffiziell als spirituelle Psychotherapie bezeichnen darf.


Heilung als Brücke zum Selbst

Für Jung war jede psychische Störung unter anderem Ausdruck eines verloren gegangenen höheren Lebenssinnes. Heilung geschieht durch die wiederhergestellte Verbindung zum Selbst. Krankheit ist in seiner Lehre daher immer auch eine spirituelle Krise bzw. Heilungskrise. Jung verstand Krankheit als eine Chance auf geistig-seelische Entwicklung und spirituelles Wachstum. In gewissem Sinne ging es also um spirituelle Heilung.

Durch seine Art Psychotherapie hat er das geleistet, was eigentlich die Aufgabe kirchlich Geistlicher wäre: Ein Psychotherapeut wird zum Brückenbauer zu Gott für andere. In der christlichen Geschichte war der Priester immer ein sogenannter „Pontifex“, wörtlich übersetzt ein Brückenbauer. Die Jung'sche Psychotherapie ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr Psychotherapie und Spiritualität eigentlich zusammenhängen und konstruktiv ineinandergreifen können.

                 
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Spirituelle Krise: psychologisch und spirituell wachsen



Eine spirituelle Krise ist das Paradebeispiel für die Vermischung von spirituellen und psychologischen Schwierigkeiten. Dementsprechend groß sind die darin liegenden Chancen auf Wachstum und Entwicklung.

Was genau bedeutet es, eine spirituelle Krise zu durchleben? Im Wesentlichen lassen sich drei Fälle unterscheiden und stets spielen emotionale Probleme eine Rolle.


Was ist eine spirituelle Krise?

Viele verlieren ihren Glauben an Gott, oft ausgelöst durch ein einschneidendes Erlebnis. Die Frage „Wie kann Gott so etwas zulassen?“ und „Warum passiert das ausgerechnet mir, der ich immer ein guter Mensch war?“ tauchen in solchen Fällen fast immer auf. In der Folge wenden sich die Betroffenen von ihrer Religion ab. Viele suchen eine Ersatzhilfe, z.B. in einer Psychotherapie, Beratung oder Esoterik-Literatur wie z.B. den empfehlenswerten Gespräche-mit-Gott-Büchern.

Andere hingegen wenden sich einem Schicksalsschlag besonders intensiv Gott zu, entdecken vielleicht die christliche Spiritualität. Aufgrund des mangelhaften Angebots der Kirche finden sie dennoch keinen Trost oder auffangende Hand. Sie sind enttäuscht und zweifeln an sich selbst. Häufig stellen die Betroffenen die großen Sinnfragen, wie „Wozu lebe ich?“, „Was will Gott von mir?“ oder „Bin ich noch auf dem rechten Weg?“

Nicht immer braucht eine spirituelle Krise ein besonderes Ereignis. Spirituelle Krisen treten unter Umständen ganz ohne äußeren Anlass auf, z.B. in Verbindung mit der sogenannten Midlife-Crisis. Altersbedingt befinden sich viele, die zwischen 40 und 55 Jahre alt sind, an einem Punkt, an dem sie schmerzhaft spüren: Es muss es noch etwas geben im Leben, das ich bislang außer Acht gelassen habe, einen höheren Lebenssinn. Da muss noch „mehr“ sein. Man fühlt sich plötzlich grundlos unerfüllt und unzufrieden.


Immer auch eine psychische Krise

In allen Fällen gehen mit den spirituellen Sinnkrisen starke Gefühlsschwankungen einher und vor allem Depressionen sind ein häufiger Begleiter. Eine unbewältigte Umbruchsssituation geht immer mit psychischen Herausforderungen einher; eine spirituelle Krise macht hier keine Ausnahme. Und wie jeder Umbruch birgt sie großes Entwicklungsspotential, in psychologischer und spiritueller Hinsicht.

Wer Hilfe sucht, sollte daher naheliegenderweise eine spirituelle Begleitung suchen, die beide Aspekte vereint, Psychologie und Spiritualität. So wie es eben z.B. die Psychotherapie nach Jung macht oder eine ähnliche psychologische Beratung. Eine spirituelle Begleitung erfordert keineswegs zwangsläufig eine Therapie, oft genügt eine professionelle Beratung.

Bei einer Psychotherapie nach C.G. Jung muss allerdings jeder darauf achten, inwieweit der Therapeut in seiner Arbeit tatsächlich spirituelle Aspekte einfließen lässt. Die ursprüngliche Therapie und Lehre von C.G. Jung hat sich in den letzten 100 Jahren teilweise verändert. Dabei haben sich etwas unterschiedliche „Richtungen“ herauskristallisiert.

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Copyright©2007, M. Dierks, letzte Änd. 03/2016

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