Die Auferstehung Jesu: unser christlicher Weg zu Gott

Inhaltsverzeichnis:

  1. Durch die Auferstehung Jesu selbst auferstehen
  2. Ein himmlisches Angebot annehmen
  3. Die Auferstehung Jesu, ein Weg für alle
  4. Die christliche Sonder-Eskorte zu Gott
  5. Warum Kirche und Esoterik auf Irrwegen wandeln
  6. Die Kirche baut keine Brücken zur Auferstehung
  7. Weltflüchtige Esoteriker gehen keinen christlichen Weg
  8. Was bedeutet „leiblich auferstanden“?
  9. Die leibliche Auferstehung von den Toten
  10. Auferweckt von Gott, dem alles möglich ist
  11. Jesu Auferstehung ist ein historisches Ereignis
  12. Jesus ist wirklich auferstanden
  13. Betrug und Scheintod
  14. Die Erscheinungen waren Halluzinationen, Visionen
  15. Wann ist er auferstanden? Warum erkennen ihn die Jünger nicht?
  16. Warum erkennen einige der Jünger den Auferstandenen nicht?
  17. Wann ist Jesus auferstanden, am Sonntag oder Montag?
Die Auferstehung Jesu Christi und das leere Grab

Durch die Auferstehung Jesu selbst auferstehen

Die Auferstehung von Jesus ist ein zeitlos lebendiges Vorbild für unser eigenes Seelenglück. Der Messias begleitet jeden persönlich auf dem Weg.

Kreuzigung und Auferstehung Jesu haben die Welt verändert. Bis heute bleiben die Ereignisse von damals jedoch für Theologen, Historiker und gläubige Christen geheimnisvoll. Jesu Kreuzigung ist zwar eine historische Tatsache, doch warum dieses furiose Finale des einzigartigen Mannes aus Nazareth, das zum Christentum führte? Warum starb Jesus am Kreuz, freiwillig und scheinbar unnötig? Weil er mit seiner freiwillig-vollmächtigen Liebestat einen Weg vorlebte, der alle Menschen zu Gott führt. Mit anderen Worten, wir können Jesus nachfolgen, denn er hat uns den Weg und die Mittel zu unserer persönlichen „Auferstehung“ gezeigt.

Im Gegensatz zum historisch verbürgten Kreuzestod zweifeln jedoch viele an der Auferstehung Christi. Und wer nicht an die Auferstehung von Jesus glaubt, wird schwerlich dem christlichen Heilsweg folgen wollen.

Ein himmlisches Angebot annehmen

Nachfolger Christi müssen weder Wunder vollbringen noch fromme Heiligkeit in dunklen Klöstern erlangen. Jeder kann ein normales Leben führen. Wer auf den Spuren Christi seiner eigenen Auferstehung entgegengeht, muss aber sein eigenes Kreuz tragen und sinnbildlich sterben … Selbst gläubige Christen schrecken meist zurück. Boxweltmeister Joe Louis, ein einfacher und ungebildeter, aber ehrlicher Mann, bringt es auf den Punkt: Alle wollen in den Himmel, aber kein will sterben.

Seltsam, denn in der Bibel verspricht Jesus allen nachfolgenden Jüngern deren „Auferstehung“ bereits im jetzigen Leben wie folgt: Wer sein Kreuz auf sich nimmt und ihm nachfolgt, wird das wahre Leben finden und keinen Tod mehr erleiden (Mk 8,35ff.; Mt16,25ff.; Lk9,24ff.). Er wird das „ewige Leben“ finden in der sicheren Hand Christi (Joh 10,27ff. und 3,14ff.). In der Beziehung zu ihm wird er ein Licht haben, das ihn zu diesem ewigen Leben hinführt (Joh 8,12ff.).

Natürlich steht nicht jeder auf seiner Lebens- und Reinkarnationsreise gerade vor dem Flughafen, der zur „Auferstehungsreise für Nachfolger“ einlädt. Und natürlich respektierte Jesus Christus den freien Willen, denn „Wer mein Jünger sein will …“ (Mk 8,34). Doch wer den Ruf hört, der sollte die Einladung aus drei guten Gründen annehmen:

  • Eigentlich will das christliche Auferstehungsglück sowieso jeder und ist als Endziel bereits vorbestimmt. Hinter all dem menschlichen Streben nach Erfolg und Liebe steckt letztlich die tiefe Sehnsucht nach diesem höheren, spirituellen Glück.
  • Jeder muss (!) einen christlichen Weg gehen, denn es ist der eine archetypische Entwicklungsweg der Liebe, Weisheit und Verwandlung; ganz unabhängig von Religion und Kirche.
  • Jesus hat den Weg nicht nur gezeigt und gelehrt, sondern auf einmalige Weise vorgelebt. Er hat tiefe irdische Fußspuren hinterlassen, in die wir treten können.

Die Auferstehung Jesu, ein Weg für alle

Symbolische Auferstehung einer Familie
Tod und Auferstehung Jesu, jeder geht diesen Weg zu Gott

Christus für alle? Muss wirklich jeder einen christlichen Weg zu Gott gehen, den Weg der Auferstehung Jesu? Ja. Jeder Mensch hat seine Schwächen, also ein sinnbildliches Kreuz, an dem er auferstehen kann, darf und muss. Nur wer seine dunklen Stellen annimmt, kann daraus Licht machen. C. G. Jung nennt das einen Archetyp, also ein für alle Menschen verbindliches Entwicklungsmuster.

Echte Esoteriker erkennen darin das universelle Lebensgesetz der Transformation: Ohne Raupe kein Schmetterling, ohne Blei kein alchemistisches Gold und ohne Kreuz keine Auferstehung. Wer z.B. seine Sexualität nie kennengelernt hat, kann sie nicht zu echter Liebe höherentwickeln. Darum geht es in meinem Buch über Sexualität und Liebe.

Jesus ist von den Toten auferstanden und seine Auferweckung hat das Christentum ins Leben gerufen. Doch egal welche Lehren andere Religionen und spirituelle Philosophien vertreten, der Kern des christlichen Weges findet sich überall: Verwandlung durch Tod und Auferstehung. „Ich (!) bin der Weg … niemand (!) kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6) meinte der Messias daher nicht egozentrisch, sondern als Botschafter eines unerlässlichen Entwicklungsweges. Was die Kirche daraus gemacht hat, steht auf einem anderen Blatt …

Die christliche Sonder-Eskorte zu Gott

Der Messias war Jude, genau wie seine Jünger. Im Missionsbefehl (Mt 28,19) kurz vor seiner Himmelfahrt erteilt er ihnen keinerlei Auftrag zur Gründung einer Religion oder Kirche. Die Jünger sollen seine Lehre verbreiten, taufen und sich seiner ständigen Gegenwart sicher sein (Mt 28,16ff.).

Der gerne zitierte Satz, wonach Petrus der Fels sei, auf dem er seine Kirche errichten wolle (Mt 16,18), ist zweifellos einer der wenigen dicken Hunde in der Bibel. In Wahrheit sprach Jesus von sich selbst als Felsen, auf dem die Jünger Gemeinschaften errichten sollen, keine christliche Kirche. Die Jünger haben erst viele Jahre nach Jesu Auferstehung angefangen, sich selbst „Christen“ zu nennen und dann über Jahrzehnte das sog. Christentum begründet (Apg 11,26).

Jesus hält die Hand seines Schützlings
Eine persönliche Beziehung mit Jesus als Wegbegleiter

Historisch herausragend besteht Jesu einmaliger Verdienst nun darin, dass er den archetypischen Weg aus „Tod und Auferstehung“ auf so drastische, opferbereite und persönlich verbindliche Weise vorgelebt hat. „Seid gewiss, ich bin bei euch bis ans Ende aller Tage“ (Mt 28,20).

Jeder kann eine persönliche Beziehung mit ihm haben, einen „personal Jesus“, der ihn zu Gott begleitet. Durch seinen eigenen Verwandlungstod hat er ungewöhnlich tiefe irdische Fußspuren hinterlassen, in die wir nun treten können.

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Mein Beratungsangebot für spirituelle Lebensberatung, persönlich und telefonisch.
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Warum Kirche und Esoterik auf Irrwegen wandeln

Wer der Auferstehung Christi nachfolgt, muss einen zweiteiligen Weg aus Tod und Auferstehung gehen. Kirche und Esoterik gehen nur den halben Weg.

Trotz Jesu Versprechen, dass er ein offenes Herz für jeden habe und sein Joch bzw. Kreuz leicht sei (Mt 11,28-30), bleibt es dennoch ein enges Tor und ein harter, schmaler Weg (Mt 7,14; Lk 13,24). Das wahre Wesen des Christentums und ihres Stifters Jesus Christus ist kein Streichelzoo und kein Club naiver Gutmenschen. Fünf Worte fassen die christliche Botschaft zusammen: Tod und Auferstehung durch Liebe.

Den meisten fehlt der innere Mut für den christlichen Verwandlungstod, spätestens bei der praktischen Umsetzung. Theorie und guter Wille reichen nicht. Jesus war ein Mann der Tat und nichts beweist das mehr als seine Kreuzigung und Auferstehung. Eifrige Christen wollen in den Himmel und Esoteriker wie ein Schmetterling fliegen. Die wenigsten wollen aber ihre Raupe erkennen und dann sterbend loslassen, sondern der Raupe Flügel wachsen lassen. Jesu Auferstehung für die Lauwarmen … so funktioniert das nicht.

Die Kirche baut keine Brücken zur Auferstehung

Isenheimer Altar, Auferstehung Jesu, Matthias Grünewald
Die Auferstehung Christi, kein häufiges Thema in der Kunst

Überall sehen wir Jesus gekreuzigt leidend über dem Altar oder zu Hause am Kruzifix hängen. Wo sehen Sie christliche Symbole oder Kunstwerke, die Jesu Auferstehung zeigen? Wo bleibt die Auferstehung Christi? Die berühmten Altarbilder von Matthias Grünewald und Carl Bloch bleiben Ausnahmen.

Gemeinsam mit den stets von Trauer und Ernst begleiteten Ritualen und ihrer Sündenmoral hat die Kirche den Messias über die Jahrhunderte so fest ans Kreuz genagelt, dass kein Christ mehr an seine eigene, persönliche Auferstehung glaubt. Das jährliche Osterfest verpufft wirkungslos.

Zweifellos geschieht Auferstehung nur über und „dank“ der vorherigen Kreuzigung. Ohne Kreuzestod keine Auferweckung. Punkt. Der einseitig fixierte Blick der Kirche auf das Kreuz seit 1700 Jahren hat unsere Kultur aber auf fatale Weise geprägt; viel mehr als manche denken. Wenige Christen verstehen es, noch weniger glauben es und fast keiner hat es verinnerlicht: Das symbolische Kreuz, inneres Sterben und Leid, soll uns auferstehen lassen; es erfüllt keinen Selbstzweck.

Weltflüchtige Esoteriker gehen keinen christlichen Weg

Auf der anderen Seite sehen wir Sekten und Esoteriker, die gerne betonen, wie sehr sie sich geistig-seelisch weiterentwickeln, quasi „auferstehen“. Allerdings mögen nur die wenigsten ein verwandlungswürdiges Kreuz bei sich erkennen. Und wenn, dann bleibt es meist bei Lippenbekenntnissen. Dann doch lieber „Karma-Auflösung durch andere, schnelle 2-Punkt-Quantenheilung und hellseherisch den Seelenpartner finden und erkennen“? Wahre Esoterik sieht anders aus.

Die Kirchenfraktion ist so sehr verliebt ins Kreuz, dass es zu keiner Auferstehung kommt. Das Mittel wird zum Zweck und daher das eigentliche Ziel nie erreicht, nämlich auf dem christlichen Weg zur „Auferstehung Christi“ anzukommen. Und alle anderen sehen einseitig verzückt nur die lockende Auferstehung, ignorieren aber deren Voraussetzung, nämlich den unvermeidlich kreuzhaften Weg dorthin.

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Was bedeutet „leiblich auferstanden“?

Jesus ist leiblich auferstanden, d.h., er hat körperlich gelebt, aber in einem göttlich verwandelten, unsterblichen Körper. Gott hat ihn auferweckt, denn Gott ist alles möglich.

Viele zweifeln am christlichen Weg, weil sie nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist. Verständlich, denn das gesamte Christentum steht und fällt mit der Auferstehung Jesu Christi als historisches Ereignis (1 Kor 15,13ff. und Röm 1,1ff.). Ohne Glaube an den Auferstandenen einen christlichen Lebensweg einschlagen, der zur eigenen Auferstehung führen soll …?
Andererseits, wenn das Christentum seinen großen Erfolg der Auferweckung Christi verdankt, muss doch was „dran sein“!?

Die leibliche Auferstehung von den Toten

Jesus vor dem Grab, leiblich auferstanden
Die leibliche Auferstehung gibt dem Körper spirituelle Kräfte

Verständlich, dass es vielen schwer fällt, an Jesu Auferstehung zu glauben: Jesus war nach drei Tagen von Gott auferweckt worden und auf eine schwer zu beschreibende Weise „verwandelt“. Er stand zwar körperlich vor seinen Jüngern, aber in einem übernatürlichen, unsterblichen Körper.

Was bedeutet die leibliche Auferstehung von Jesus? Wie erklären sich Theologen, Kirchenvertreter oder Philosophen diese Transformation?

Das Neue Testament erwähnt die Auferstehung Christi sehr oft, nicht nur in den vier Evangelien. Alle Autoren der insgesamt 27 Bücher des NT beschränken sich jedoch im griechischen Urtext immer nur auf zwei bestimmte Wörter: Auferweckung und Auferstehung bzw. aufwecken und aufstehen. Mit dieser bildhaften Wortwahl machen die Autoren deutlich, dass der Auferstandene

  • weder körperlich wiederbelebt wurde, wie z.B. der von Jesus wiederbelebte Lazarus, der Jahre später ganz normal starb
  • noch seine unsterbliche Seele den Körper verlassen hatte und Jesus sich als körperlose Seele zeigte; Jesus selbst betont bei seiner Erscheinung in Jerusalem, dass er kein Geist sei und ihn die Jünger anfassen sollen (Lk 24,26ff.).

Beides kannten die Juden und späteren Urchristen. Beides hätten die Verfasser des NT ihren Lesern mit den dafür üblichen Worten mühelos verständlich gemacht. Tun sie aber nicht. Vielmehr betonen sie mit der kunstvollen Metapher des Aufweckens und Aufstehens, dass die leibliche Auferstehung Jesu keines von beidem war. Was dann?

Auferweckt von Gott, dem alles möglich ist

Die ausführlichste Beschreibung liefert Paulus in seinem Brief an die Korinther (1 Kor 15,42-55). Nach meinem Verständnis spricht Paulus von einem göttlich verwandelten Menschen. Jesus war nun das vollendete Gefäß Gottes, sein Tempel, aber eben nicht im jenseitigen Himmel, sondern hier, auf der Erde, als Mensch. Vieles erinnert an den legendären, ebenfalls unsterblich in einem Körper lebenden Babaji in Indien. In der “Autobiographie eines Yogi” erzählt Yogananda von einer christusähnlichen (!) Inkarnation des Göttlichen, einem Mahavatar.

Die Auferweckung Jesu im Grab
Die Auferweckung Jesu durch Gott, dem alles möglich ist

Niemand war Zeuge der Auferweckung Jesu im Grab. Niemand weiß, wie eine solche Verwandlung und Neugeburt möglich war. Der Messias wusste, was geschehen würde und vertraute darauf, aber letztlich war es eine souveräne Ausnahmetat Gottes und Gott ist alles möglich (Lk 18,27; Mt 19,27; Hiob 42,2).

Der Menschensohn wurde von Gott auferweckt (1 Kor 15,15; Apg 2,22ff. und 17,31). Nur wer eine solche Neugeburt erlebt, findet zu Gott und sie geschieht als Mensch, wie Jesus selbst betont (Joh 3,3-9).

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Jesu Auferstehung ist ein historisches Ereignis

Jesu Tod, das leere Grab und die Erscheinungen des Auferstandenen sind historische Fakten. Gemeinsam mit seinen vielfach bezeugten Fähigkeiten und der Entstehung des Christentums steht fest: Jesus ist tatsächlich auferstanden.

Schwer zu glauben, aber Jesu Auferstehung ist ein erstaunlich glaubwürdiges historisches Ereignis. Nicht nur Theologen, Historiker und Juristen, die Indizien und Beweise auswerten, erkennen, dass Jesus tatsächlich leiblich auferstanden sein muss. Jeder mit gesundem Menschenverstand gesegnete Laie müsste eigentlich zum gleichen Ergebnis kommen. Das Problem ist ein ganz anderes: Fast niemand will die Wahrheit sehen, genau wie vor 2000 Jahren. Zu viel Licht blendet …

Jesus ist wirklich auferstanden

Begräbnis und Bewachung: Jesus wurde gekreuzigt und wie üblich in ein jüdisches Felsengrab gelegt, ein schwerer Felsen vor den Eingang gerollt und versiegelt. Römische Soldaten bewachten das Grab und wurden bei Versagen mit dem Tod bestraft. Die Bewachung erfolgte auf Wunsch der jüdischen Priester, die von Jesu Ankündigung seiner Auferstehung wussten. Sie befürchteten nicht Jesu Auferstehung, sondern den Diebstahl des Leichnams durch seine Anhänger. Warum? Weil sie dann von einer Auferstehung hätten sprechen können (Mt 27,62ff.).

Leeres Grab und Erscheinungen: Das leere Grab mit weggerolltem Felsen und gebrochenem Siegel nach drei Tagen gilt als historisch gesichert (Mk 16,1 ff.; Mt 28,1ff.; Lk 24,1ff.; Joh 20,1ff.). Das leere Grab ist noch kein Beweis für die Auferstehung Jesu. Allerdings ist nie ein Leichnam aufgetaucht, stattdessen erscheint der Messias in den 40 Tagen bis zur Himmelfahrt vielen Menschen und zwar „lebend und leibhaftig“.

Glaubwürdige Erscheinungen: Viele glaubwürdige Augenzeugen berichten von solchen Begegnungen, an unterschiedlichen Orten und Zeiten; nicht nur Maria Magdalena (Mk 16,9 und Joh 20,14ff.) und andere Frauen direkt am Grab (Mt 28,9). Die Zeugenliste von Paulus (1 Kor 15,3ff.) und andere Bibelstellen (Apg 1,3 und 2,32; Joh 20,19-29, Lk 24,13-53; Mk 16,9-18) lassen keinen Zweifel. Er hat gegessen, geredet, dem ungläubigen Thomas die Seitenwunde befühlen lassen usw.

Das leere Grab, Jesus ist auferstandenMaria Magdalena und die Erscheinung Jesu am leeren Grab

Jesus ist auferstanden, wie das leere Grab und zahlreiche Erscheinungen Jesu nahelegen. Die erste Erscheinung bzw. Begegnung hat Maria Magdalena Sonntag morgen am Grab.

Erfolg des Christentums: Die Jünger hofften auf einen weltlichen Anführer und Befreier (Lk 24,21; Apg 1,6). Bis zur Kreuzigung haben sie Jesus verlassen, verraten (Judas, Petrus) und erstaunlich wenig Glaube an den Tag gelegt. Paulus hat sogar Christen verfolgt und deren Tod in Kauf genommen. Jesu Familie, vor allem sein Halbbruder Jakobus, glaubte nicht an ihn. Die schnelle, erfolgreiche Begründung des Christentums gerade durch Paulus, Petrus und Jakobus ist aber nur so erklärbar, dass sich durch die tatsächliche Auferstehung Jesu alle in wahre Jünger und Nachfolger Jesus verwandelten.

Ein einzigartiger Gottessohn: Zahllose Augenzeugen bestätigen Jesu Wundertaten, seine prophetischen Vorhersagen sind allesamt eingetroffen und zweifellos war sein leidvoller Tod eine freiwillige, vollmächtige Liebestat. Gläubige Christen bejahen gerne die oft diskutierte Frage war und ist Jesus Gottes Sohn? Wenn ein solcher Mann mehrfach wörtlich seinen Tod und Auferstehung nach drei Tagen ankündigt und alles genau so eintrifft: Was soll dann an einer leiblichen Auferstehung unglaubwürdig sein? Warum soll jemand wie er nicht von Gott auferweckt worden sein? Und sich dadurch als Messias und Gottes Sohn erwiesen haben?

Beweiskräftige Gesamtschau: Ist Jesus wirklich auferstanden von den Toten? Einzelne Beweise für die Auferstehung Jesu gibt es nicht. Angesichts der historischen Fakten, Indizien, glaubwürdigen Zeugen und der dadurch plausiblen Wirkungen käme aber jeder Richter eines Indizienprozesses zu dem Ergebnis: Jesu leibliche Auferstehung ist ein historisches Ereignis, das tatsächlich geschehen ist. Gleiches gilt für jeden Historiker und auch Theologen, der ungetrübten Blickes seine Arbeit macht. Es gibt keine nur annähernd ebenso glaubwürdige andere Erklärung für die Geschehnisse.

Betrug und Scheintod

Die Jünger Petrus und Johannes vor dem leeren Grab
Leichendiebe staunen nicht ungläubig am leeren Grab!

Fürchtet euch nicht, er ist auferstanden, sagt der Engel am Grab (Mt 28,6). Gott hat ihn auferweckt, sagen alle Autoren des NT. Jesu Auferstehung ist das erstaunlichste Ereignis der Geschichte und natürlich gab es immer kritische Zweifler.

Manche behaupten, die Jünger hätten den Leichnam gestohlen. Das Verhalten der Frauen und Jünger am leeren Grab spricht jedoch dagegen. So staunen z.B. Petrus und Johannes ungläubig beim Anblick des offenen Grabes, in dem sie nur noch Leichentücher vorfinden (Joh 20,1ff).

Die Jünger haben den Leichnam Jesu gestohlen (Betrugstheorie)
Die Hohepriester ließen bereits vor dem Begräbnis Wachen abstellen, um genau das zu verhindern (Mt 27,62ff.). Anhängern Jesu wäre daher ein Diebstahl nie gelungen ohne zumindest eine klare Spur zu legen. Und selbst wenn, irgendwann wäre die Leiche aufgetaucht oder ein christlicher Verräter hätte ausgepackt.
In Wahrheit betrügen vielmehr die Hohepriester! Nach Entdeckung des leeren Grabes bestechen sie die Wachen, damit sie überall vom Diebstahl durch die Jünger erzählen (Mt 28,11). Dieser Betrug macht nur Sinn, wenn der Leichnam tatsächlich fehlte, aber nicht gestohlen war. Einen wirklichen Diebstahl bräuchten die Priester nicht mehr durch Bestechung vortäuschen.

Selbst wenn Anhängern Jesu der perfekte Betrug gelungen wäre: Im Bewusstsein des Betruges hätten die Jünger niemals das Christentum begründen wollen und können. Doch nach der Auferstehung Jesu waren sie sogar bereit, für ihren Glauben zu sterben und starben später tatsächlich so. Alles für und aufgrund einer Lüge?

Jesus war nur scheintot
Die Scheintod-Theorie greift ebenso wenig. Selbst die Gegner Christi haben damals nicht an seinem Tod und dem leeren Grab gezweifelt! Das will was heißen … Selbst wenn Jesus nur scheintot noch gelebt hätte, wäre er angesichts der schweren Verletzungen im Felsengrab wenig später gestorben. Am Sonntag morgen wäre sicher kein transformierter Gottmensch wie Phönix aus der Asche auferstanden.

Die Erscheinungen waren Halluzinationen, Visionen

Alle Zeugen des Auferstandenen sollen ihre Begegnungen nur halluziniert haben, da sie einen ernsten Trauerschock erlitten. Dass so viele unterschiedliche Menschen die gleiche Psychose erleiden und bei all den Jesuserscheinungen die jeweils gleiche Halluzination eines lebenden Jesus haben, ist medizinisch undenkbar. Außerdem hat der Auferstandene genau wie vorher seine Jünger belehrt und an seine Zeichen als Messias erinnert. Halluzinationen tun das nicht. Eine fantasierte Erscheinung könnte außerdem keinen Fisch essen und Wein trinken.

Paulus hatte sicher keine Halluzinose, da er die Kreuzigung nicht miterlebt hat und erst danach zu den Jüngern stieß. Gerade Paulus ist aber der glaubwürdigste Zeuge, weil er sein Glaubensbekenntnis zur Auferstehung (1 Kor 15,3-5) bereits 31/32 n.Chr. abgibt.

Missionsbefehl und Christi Himmelfahrt
Dem Missionsauftrag an die Jünger folgt Christi Himmelfahrt

Beeindruckendes Finale: Die letzte „Halluzination“ wäre kurz vor Jesu Himmelfahrt sein an die Jünger gerichteter Missionsauftrag gewesen. Sie sollen seine Lehre verbreiten, taufen und sich seiner ständigen Gegenwart sicher sein (Mt 28,16ff., Lk 24,50ff.). Das tun sie und das Christentum entsteht.

Das Christentum wäre dann entstanden, weil die Jünger erfolgreich einer Halluzination gehorchen!? Um Religionswissenschaftler Pinchas Lapide zu zitieren, das wäre „… ein weit größeres Wunder als die Auferstehung selbst.“

Gegner hätten Betrug oder Halluzinationen aufgedeckt. Viele Augenzeugen der Erscheinungen lebten noch recht lange (1 Kor 15,6) und nicht jeder war ein glühender Anhänger Jesu. Krankhafte Halluzinationen oder erfundene Jesuserscheinungen hätten die jüdischen Priester und Römer durch einfaches Befragen ganz leicht entlarvt.

Niemand braucht Wissenschaft
Vergessen wir mal alle Beweise, Indizien und schlauen Überlegungen. Jeder mit ein wenig Glaube wird zustimmen, dass Christus als persönlicher Begleiter seiner Jünger (Mt 28,20) nicht Jahrzehnte lang zuschaut, wie seine Schützlinge eine auf Betrug und Halluzinationen gegründete Religion aufbauen. Der Messias ist freiwillig-vollmächtig aus Liebe gestorben, kann von den Toten auferstehen und ist allgegenwärtig. Und dann schaut er tatenlos zu, wie seine eigenen Jünger Jahrzehnte lang den größten Betrug aller Zeiten begehen?

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Wann ist er auferstanden? Warum erkennen ihn die Jünger nicht?

Zwei Fragen beschäftigen viele Christen: Wann ist Jesus auferstanden, am Sonntag oder Montag? Und warum erkennen seine Anhänger den auferstandenen Christus nicht?

Warum erkennen einige der Jünger den Auferstandenen nicht?

Jesus ist auferstanden, zeigt den Jüngern die Wundmale
Ist er es? Nach Jesu Auferstehung „fremdeln“ seine Jünger

Zahlreiche Zeugen berichten von Erscheinungen und Begegungen mit Jesus nach seiner Auferstehung, doch nicht immer erkennen sie ihn gleich.

Am Grab erscheint er als erstes Maria Magdalena (Mk 16,9), die ihn nicht gleich erkennt (Joh 20,14). Am See Tiberias erkennen ihn die Jünger erst nach seiner Hilfe beim Fischen (Joh 21,4ff.). Zwei Jünger gehen nach Emmaus und Christus gesellt sich zu ihnen, doch sie sind „mit Blindheit geschlagen“ (Lk 24,16) und erst beim gemeinsamen Abendessen und Brotbrechen „gehen ihnen die Augen auf“ (Lk 24,31).

Maria und die Jünger erkennen den auferstandenen Jesus aus folgenden Gründen nicht:

  • Sie rechnen nicht damit, einem lebenden Jesus zu begegnen und die leibliche Auferstehung in einem unsterblichen, übernatürlichen Körper hat sein Aussehen tatsächlich verändert.
  • Der von Gott auferweckte Jesus hatte höchst erstaunliche Fähigkeiten, so konnte er z.B. sein Aussehen verändern (Mk 16,12). Bei den Emmaus-Jüngern konnte er so deren schwachen Glauben prüfen und tadeln (Mk 16,14 und Lk 24,25-42).

Wann ist Jesus auferstanden, am Sonntag oder Montag?

Wir feiern Jesu Auferstehung am Ostersonntag, dem höchsten christlichen Feiertag im Kirchenjahr. Die meisten Osterbräuche pflegen wir daher am Sonntag, z.B. das Suchen der Ostereier. Wenn Jesus aber am Freitag starb und nach drei Tagen auferstand, warum dann nicht am Ostermontag?

Osterlamm, symbolisiert das auferstandene Lamm Gottes
Ein Osterlamm verschläft seine Auferstehung am Sonntag

Gekreuzigt starb Gottes Sohn an einem Freitag. An Ostern, dem wichtigsten Kirchenfest der Christen gedenken wir daher am Karfreitag seinem Tod. An vielen Stellen im Neuen Testament lesen wir, dass der Gottessohn drei Tage später auferstanden ist.

Jesus selbst kündigt mehrere Male an, „am dritten Tag“, „nach drei Tagen“ oder „in drei Tagen“ aufzuerstehen. Bei Mt 12,40ff. prophezeit er, „drei Tage und drei Nächte“ in der Erde sein, wie der vom Wal verschlungene Prophet Jona. Freitag plus drei Tage ergibt eigentlich Montag!?

Wann, an welchem Tag ist Jesus denn nun auferstanden, am Sonntag oder Montag? Des Rätsels Lösung liegt in den Besonderheiten der jüdischen Zeitrechnung, denn Jesus und seine Anhänger waren Juden. Viele Bibelstellen im AT belegen, dass ein berührter oder angebrochener Tag als voller Tag zählte. Außerdem endete ein Tag bei Sonnenuntergang, um 18 Uhr, nicht erst um Mitternacht.

Freitag, Samstag und Sonntag zählen daher als drei Tage: Der Freitag, weil Jesus bereits nachmittags starb und der Tag noch andauerte, der volle Samstag sowieso und der bereits angebrochene Sonntag ebenfalls. Maria Magdalena und andere Frauen entdecken am Sonntagmorgen das leere Grab. Jesus ist also am Sonntag morgen auferstanden, drei jüdische Tage nach der Kreuzigung, aber keine 3 mal 24 = 72 Stunden danach.

Der Ostermontag bezieht sich auf die Emmaus-Jünger, die am Montag auf dem Weg nach Emmaus Jesus begegnen. Ostermontag erinnert uns daran, die Lehren des Auferstandenen in der Begegnung mit Menschen zu leben.

(Autor: Martin Dierks)

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