Jesu Kreuzigung im hellen Licht der Wahrheit

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Kreuzigung Jesu gab es wirklich!?
  2. Die Kreuzigung Jesu und biblische Wahrheit
  3. Nicht nur die Bibel weiß von seinem Tod
  4. Ein abschreckender Tod schreibt Geschichte
  5. Machterhalt all over the world
  6. Die Kreuzigung Jesu sollte abschrecken
  7. Wo, wann und warum wurde Gottes Sohn getötet?
  8. Wo wurde Jesus gekreuzigt?
  9. Wann wurde Jesus gekreuzigt?
  10. Warum wurde Jesus gekreuzigt?
  11. Jesus und die Kreuzigung, vom Zweifel zum Glauben
  12. Der Koran verneint Jesu Kreuzigung
  13. Scheintot geheilt und später nach Indien?
  14. Guter Zweifel nährt Wahrheit und Glauben
Die Kreuzigung von Jesus und ein Auge als Hintergrund

Die Kreuzigung Jesu gab es wirklich!?

Die Kreuzigung von Jesus ist eine historische Tatsache. Die Bibel, einige andere Quellen und gesunder Menschenverstand lassen keinen anderen Schluss zu.

Jesu Geburt und Tod
Only the good die young…

Natürlich tun sich viele schwer mit einem Messias, der seinen Foltertod zulässt und dann auch noch eine Auferstehung aufs Parkett gelegt haben soll. Manche bezweifeln nicht nur die Kreuzigung Jesu, sondern dass er überhaupt gelebt hat.

Jeder halbwegs offene Wahrheitssucher wird erkennen: Er wurde geboren, hat gelebt, im Alter von ca. 30 wurde Jesus gekreuzigt und seine Auferstehung hat die Welt bewegt. Manches verlangt einen Glaubenssprung, doch das Christentum bietet „festen Boden“ für Sprünge aller Art.

Erfahren Sie, dass und warum vor 2000 Jahren Jesus tatsächlich gelebt hat und gekreuzigt wurde. Ohne missionarischen Eifer und langweilige Geschichtsfakten will die vorliegende Seite einen fruchtbaren Boden bereiten. Wofür? Für das Erkennen der tiefen Bedeutung des Geschehens für uns heute. Erfahren wir den Weg und die Wahrheit für ein zu Gott führendes Leben, wie er selbstbewusst versprach mit den Worten „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6)?

Die Kreuzigung Jesu und biblische Wahrheit

Die zweifellos wichtigste Quelle zur Kreuzigung Jesu ist die Bibel, genauer gesagt das Neue Testament (NT). Doch erfahren wir dort wirklich die Wahrheit? Kaum jemand glaubt das. Historiker auf der ganzen Welt schwärmen jedoch vom gesamten NT als dem glaubwürdigsten Text unserer Geschichte! Das überraschend klare Urteil beruht z.B. darauf, dass die griechischen Urtexte

  • auf Augenzeugen-Berichten der Apostel, deren Schüler und der von ihnen Befragten beruhen,
  • nur wenige Jahrzehnte, also ungewöhnlich früh nach den Ereignissen entstanden,
  • sehr oft abgeschrieben wurden und tausende übereinstimmende Abschriften existieren.
Lichtstrahl auf Bibel, wo die Kreuzigung Jesu steht
Die Kreuzigung Jesu in der Bibel, dem lichtvollen Wort Gottes?

Zweifellos verdient das gesamte NT, einschließlich der dort beschriebenen Kreuzigung Jesu zunächst mal Vertrauen. Ja, an wenigen Stellen unterscheiden sich die Abschriften oder es wurde tatsächlich manipuliert. Des Weiteren gibt es nicht wenige falsch oder zumindest unglücklich übersetzte Wörter.

Solch texthistorisches „Alltagsgeschäft“ rechtfertigt keine Grundsatz-Zweifel. Berechtigte Zweifel am „Wort Gottes“ können aber sehr wohl aus einer ganz anderen Ecke kommen: Wenn heute weitgehend unveränderte und korrekt übersetzte Urtexte vorliegen, dann heißt das natürlich nicht, dass deren Inhalt stets historische Wahrheit erzählt.

Markus, Matthäus, Lukas und Johannes haben Biografien über das Leben von Jesus verfasst. Ehrbare Männer schildern reale Ereignisse, z.B. die Tempelaktion, wo und wann Jesus gekreuzigt wurde usw. Vieles entspringt aber auch ihrer persönlichen Deutung der Ereignisse. Das liegt in der Natur von Biografien. Und deshalb ändert es nichts am NT als insgesamt historisch wertvolle Quelle; für die Kreuzigung Jesu oder Anderes.

Nicht nur die Bibel weiß von seinem Tod

Neben den vier Evangelien befasst sich auch Paulus viel mit Jesu Kreuzigung und Auferstehung, wodurch das NT weiter an Glaubwürdigkeit gewinnt. Allerdings stehen alle Bibelverfasser immer im Verdacht christlicher Eigeninteressen. So freut es nicht nur Historiker, dass außerbiblische christliche und komplett außerchristliche Quellen die biblische Kreuzigung von Jesus bestätigen.

Genau wie Paulus und die Evangelisten tragen natürlich auch außerbiblische christliche Quellen eine christlich gefärbte Brille auf der Nase. Warum aber sollten sie das Leben von Jesus, Kreuzigung, Auferstehung usw. grob verfälschen? Noch dazu durch leicht zu entlarvende schriftliche Texte? Außerdem lässt der Kontext solcher Texterwähnungen kaum manipulative Absichten vermuten. Von Jesu Kreuzigung sprechen z.B. die Qumran-Texte der Essener, der sog. Barnabas-Brief und viele der frühen Kirchenväter wie Origines und Irenäus, Bischof von Lyon.

Spottkruzifix zeigt Jesu Kreuzigung als Tod eines Esels
Jesu Kreuzigung erntete damals spöttisches Unverständnis

Außerchristliche Quellen erwähnen ebenfalls den Tod von Jesus, manche sogar eine Kreuzigung: Der jüdische Historiker Flavius Josephus in der Jakobus-Notiz und dem Testimonium Flavium; Lukian von Samosata in seinen Satiren; der römische Historiker Tacitus in seinen Annalen und noch ein paar andere.

Ein außerchristlicher archäologischer Beweis der besonderen Art ist das Spottkruzifix aus dem 2. Jahrhundert: Ein Esel ist dort anstelle von Jesus gekreuzigt, d.h., Christen beten einen Esel an.

Zum Schluss die wichtigste Quelle für eine in der Geschichte tatsächlich erfolgte Kreuzigung und Auferstehung Jesu: Gesunder Menschenverstand! Nur durch Kreuzigung und Auferstehung sowie die dadurch „auferweckten“ Jünger Jesu entstand in beeindruckender Weise das Christentum. Das ist unstrittig. Wäre Jesu Kreuzigung ein Betrug gewesen, wäre das Kartenhaus schon bald zusammengestürzt. Bei unzähligen Gelegenheiten hätten im Laufe der Geschichte Christengegner oder christliche Verräter die Wahrheit ans Tageslicht gezerrt.

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Ein abschreckender Tod schreibt Geschichte

In der Geschichte schätzten viele Völker die abschreckende Wirkung der Kreuzigung. Der Ablauf der Kreuzigung Jesu diente genau diesem Zweck.

Die Kreuzigung Jesu hat Geschichte geschrieben, aber nicht wegen dem für uns heute ungewöhnlich anmutenden Tod am Kreuz. Die Römer haben viele Menschen gekreuzigt. Und obwohl jeder den Kreuzestod aus Filmen kennt, kann sich kaum jemand vorstellen, wie grausam und demütigend eine Kreuzigung war. Gläubige Christen sehen ständig den leidenden Christus und stumpfen deshalb ab gegenüber den schmerzhaften Qualen, die damals Roms Feinde wirksam abschreckten.

Römische Gerichte hielten eine Kreuzigung für so furchtbar und schändlich, dass kein Römer gekreuzigt werden durfte. Noch nicht mal den allerschlimmsten Verbrechern unter den Römern wollte man eine Kreuzigung als verdiente Todesstrafe „zumuten“. Sagt das nicht alles über die Qualen, die ein Gekreuzigter durchmacht?

Machterhalt all over the world

Fast immer war die Kreuzigung eine politische Strafe zur Sicherung der römischen Staatsmacht nach innen und außen. Vor allem Sklaven starben am Kreuz. Der Kinofilm „Spartacus“ (1960) endet mit der Kreuzigung tausender Sklaven 71 v. Chr., deren Aufstand niedergeschlagen wurde. Das ist tatsächlich geschehen, keine Hollywood-Erfindung. Jesus hatte viele Anhänger, die sich gerne gegen die Römer erhoben hätten. Seine Kreuzigung war daher eine politische Strafe wie bei Spartacus.

Gekreuzigte Sklaven vor Rom
Gekreuzigte Sklaven in Rom nach dem Aufstand von Spartacus

Imperialistisch angetrieben kreuzigten die Römer fast 600 Jahre lang unzählige Menschen, vom 3. Jrh. v. Chr. bis zu Kaiser Konstantin 313 n. Chr.

Wegen der weltweit bekannten Kreuzigung Jesu denkt jeder sofort an die Römer, doch sie waren weder die ersten noch die einzigen: Die antiken Griechen, Assyrer, Babylonier, Phönizier, Perser, Karthager, Skythen, Inder, Kelten, Britannier und auch Germanen (!) haben in ihrer Geschichte zeitweise gekreuzigt.

Die Juden bevorzugten meist den Tod durch Steinigung. Sie verurteilten nur selten zum Tod am Kreuz, da ihrem Glauben nach ein Gekreuzigter bzw. „am Holz Aufgehängter“ von Gott verflucht war (Dtn 21,22f; Gal 3,13). An einigen Stellen des jüdischen AT ist anstelle des Holzes vom „Baum“ die Rede. Gemeint ist der Baum der Erkenntnis im Paradies, der den Menschen durch die Schlange zur Erbsünde verführte.

Im 7. Jrh. entstanden, sieht der für islamische Völker verbindliche Koran bis heute die Kreuzigung als mögliche Bestrafung vor. Einige stark islamisch geprägte Länder verurteilen sogar noch heute vereinzelt zur Kreuzigung. Anders als beim langsamen Foltertod von Jesus sterben die Verurteilten allerdings bereits vorher. Die anschließend gekreuzigte Leiche soll vor allem abschrecken.

Die Kreuzigung Jesu sollte abschrecken

Den Römern ging es bei Ihren Kreuzigungen nicht um eine Bestrafung mit dem Tod. Ihnen lag daran, einen besonders grausamen Foltertod öffentlich zu inszenieren und damit abzuschrecken. Sklaven und möglichen Aufrührern in blutig besiegten Provinzen ging es bereits sehr schlecht. Ein einfacher Tod schreckt da niemanden mehr ab und deshalb wurde Jesus gekreuzigt. Ein langsamer, quälender Foltertod mit entwürdigender Demütigung war gefragt und möglichst viele sollten es sehen.

Jesus auf dem Kreuzweg zur Hinrichtung
Die öffentliche Kreuzigung Jesu warnt: „Das droht jedem“

Zweifellos bestimmte diese Absicht den raffinierten Ablauf der Kreuzigung. Viele Details werden jetzt verständlich: Als Erstes wird der Verurteilte mit dem Flagrum gefoltert, einer mit Blei bestückten Peitsche. Sie führt zu größerem Blutverlust, sollte aber keinesfalls töten. Zusätzliche sadistische Späße wie die Dornenkrone bei Jesus sind ebenfalls glaubhaft.

Fast nackt schleppt sich dann der Verurteilte mehrere hundert Meter vor das Stadttor und zieht eine Blutspur hinter sich her. Er hat ein Schild umhängen mit seiner Schuld und trägt den ca. 40 kg schweren Längsbalken seines Kreuzes. Bis er am Ort der Kreuzigung ankommt, hat es die halbe Stadt mitbekommen.

Am Hinrichtungsplatz sind die Längsbalken fest verankert. Der Staatsfeind wird völlig nackt an den Handwurzeln und Fersenknochen festgenagelt und festgebunden. Jeder darf ihn jederzeit beschimpfen und verspotten. Nach Stunden oder Tagen stirbt er an Herzkreislaufversagen (Blutverlust, Wasser- und Sauerstoffmangel). Um den Tod zu beschleunigen, wurden bei Bedarf die Unterschenkel gebrochen.

Das ist keine Beschreibung der Kreuzigung Jesu aus der Bibel, sondern der historisch gesicherte Ablauf in allen großen Städten. Dass die Evangelien die Kreuzigung von Jesus tatsächlich so schildern, beweist deren Richtigkeit. Jesu Kreuzigung hatte genau den in der Bibel beschriebenen Ablauf.

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Wo, wann und warum wurde Gottes Sohn getötet?

Jesus, Gottes Sohn, starb auf Golgatha in Jerusalem, an einem unbekannten Datum. Das Warum birgt den Schlüssel zum christlichen Weg und Geheimnis.

Auf Golgatha, der Hinrichtungsstätte in Jerusalem, wurde Jesus gekreuzigt und starb. Jahr, Tag und Stunde bleiben bis heute spekulativ. Verantwortlich für Jesu Kreuzigung sind sowohl die jüdischen Führer als auch der römische Statthalter Pontius Pilatus. Jesus stand dazu, Messias und König der Juden zu sein. Pilatus sah darin einen möglichen Aufrührer und der jüdische Hohe Rat Gotteslästerung.

In seltsamer Einmütigkeit stören sich die jüdischen Führer und ihre römischen Besatzer am „König und Messias“. Was ein – im Gegensatz zu Römern und Juden – wahrer König des Himmelreiches macht, lebt Jesus dann gerade durch seine freiwillige Kreuzigung und Auferstehung vor. Und genau damit legt Gottes Sohn bis heute eine Spur für alle, die ihm auf ihrem eigenen Weg vom sinnbildlichen Kreuz zur Auferstehung nachfolgen wollen.

Wo wurde Jesus gekreuzigt?

Die Kreuzigung Jesu fand in Jerusalem statt, an einer eigens dafür vorgesehenen Hinrichtungsstätte namens Golgatha. Golgatha (auch Golgotha oder Golgota) war also kein eigener kleiner Ort oder Stadtteil von Jerusalem und auch kein richtiger Berg. Golgatha, übersetzt „Schädelort“, war vielmehr ein ca. 10 Meter hoher Hügel bzw. Felsen, Teil eines verlassenen Steinbruches direkt vor der Stadtmauer.

Golgatha, der Ort für Hinrichtungen am Kreuz
So sah Golgatha aus, hier wurde Jesus gekreuzigt

Archäologische Funde bestätigen den in allen vier Evangelien genannten Hinrichtungsplatz. Die zuverlässige Antwort auf die Frage, wo wurde Jesus gekreuzigt, lautet also „Golgatha“. Doch wissen wir ebenso zuverlässig, wo der damalige Felsen heute in Jerusalem liegt?

Ja, die Grabeskirche in Jerusalem wurde an genau diesem Ort gebaut und dort kann jeder Besucher die Überreste des Felsens besichtigen. Kaiser Konstantin baute bereits 335 n. Chr. anlässlich der abgeschafften Kreuzigung dort eine Basilika.

Wann wurde Jesus gekreuzigt?

So erfreulich sicher wir alles über das Wo, also den Ort der Kreuzigung Jesu wissen, so wenig wissen wir gesichert über das Wann. Egal, was genau jemand mit der Frage „wann wurde Jesus gekreuzigt“ wissen will, also Jahr, Datum im Jahr, Wochentag oder Uhrzeit, alles ist spekulativ. Sogar der Freitag, den wir als Karfreitag feiern und die Auferstehung drei Tage später am Sonntag könnten falsch sein. Denn alle nachfolgenden Fakten lassen keine gesicherten Schlüsse zu.

Jesus ist zwischen 7 und 4 v. Chr. geboren, hat ungefähr 3 Jahre öffentlich gewirkt und muss mindestens 30 Jahre alt geworden sein. Er wurde am Rüsttag (Vorbereitungstag) vor dem Sabbat gekreuzigt, wie alle vier Evangelien übereinstimmend berichten. Die Juden pflegten damals den wöchentlichen Sabbat als normalen Ruhetag an einem Samstag. Zusätzlich gab es sieben besondere Sabbat-Feiertage im Jahr, z.B. das bei Jesus anstehende Passahfest.

Jesu Kreuzigung fand am Tag der Passahlamm-Opferung oder dem folgenden Tag statt, dem Hauptfesttag. Für ersteres sprechen zwei gewichtige Gründe, nämlich die Symbolik mit Jesus als Passah-Opferlamm und dass die Römer am Hauptfesttag Unruhen riskiert hätten. Der genaue Zeitpunkt, also wann die Kreuzigung begann (9 Uhr) und Jesu Tod eintrat (15 Uhr), überliefert nur Markus und ist wohl zahlensymbolisch geschönt.

Nach Meinung der Mehrheit wurde Jesus am 7. April 30 n. Chr. gekreuzigt, einem Freitag und starb ca. um 15 Uhr. Als alternatives Datum kommt der 8. April 30 n. Chr. und der 3. April 33 n. Chr. in Frage. Neben dem Freitag könnte es ein Mittwoch gewesen sein, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Er muss deutlich vor Sonnenuntergang gestorben sein, da bis dahin die gesamte Beisetzung erledigt sein musste. 15 Uhr kann stimmen oder auch nicht.

Warum wurde Jesus gekreuzigt?

Weit mehr als Ort und Tag interessiert Suchende: Warum wurde Jesus gekreuzigt? Jesu Kreuzigung war eine vom römischen Statthalter Pontius Pilatus verhängte und seinen Soldaten vollzogene Todesstrafe. Nach anfänglichem Zögern verurteilte Pilatus Christus als politischen Aufrührer, da er bestätigte, der Messias und König der Juden zu sein. Kurz zuvor hatte bereits der jüdische Hohe Rat (Sanhedrin) unter Vorsitz des Hohepriester Kaiphas Jesus wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt. Sie schickten ihn dann zu Pilatus, da nur die Römer Todesurteile vollstrecken durften.

Jesus gekreuzigt, mit Krone
Bedroht ein König im Himmelreich weltliche „Könige“?

Propheten waren immer lästig, erst recht Jesus. „Mein Königreich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36). Weltliche Machtansprüche stets verneinend, fürchten die Römer und jüdischen Priester dennoch um ihr eigenes „König-sein“. Die Römer wollen weiter ungestört über Palästina herrschen und die Priester ihre religiöse Macht nicht an einen Messias abgeben.

Warum wurde Jesus gekreuzigt? Wer die Frage so formuliert, sieht Jesus als hilfloses Opfer. Das ist falsch, die viel bessere Frage lautet daher: Warum starb Jesus am Kreuz freiwillig, welche Absicht verfolgte er selbst damit? Was bedeutet der freiwillige Tod Jesu am Kreuz für gläubige Christen heute und für deren (sinnbildlich) persönlicher Kreuzigung und Auferstehung?

Die christliche Religion lebt sicher mehr als jede andere Religion von ihren historischen Wurzeln. Ohne das reale Leben von Jesus, seine Kreuzigung und Auferstehung gibt es kein Christentum. Doch wer nicht nach Sinn und Bedeutung dahinter fragt, lässt den historischen Jesus umsonst sterben. Eine harte Wahrheit.

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Jesus und die Kreuzigung, vom Zweifel zum Glauben

Der Koran bestreitet Jesu Kreuzigung und Tod. Andere glauben, Jesus wurde gekreuzigt, aber noch lebend ins Grab gelegt und geheilt. Konstruktive Zweifel führen zum Glauben, Ignoranz nicht.

Der islamische Koran verneint ausdrücklich Jesu Kreuzigung und Tod als historisches Ereignis. Schnell wird klar, dass und warum diese Behauptung jeglicher Grundlage entbehrt. Weniger klar und recht spannend hingegen kursieren immer wieder Gerüchte, Jesus habe die Kreuzigung überlebt. Konstruktive Zweifel führen zur tieferen Bedeutung von Jesu Kreuzigung und zu echtem Glauben. Was sind konstruktive Zweifel?

Jesus nach der Kreuzigung im Grab
Jesus im Grab: tot oder nur fast, auferweckt oder Wunderheilung?

Christlich leben, d.h., wie Jesus unser sinnbildliches Kreuz auf uns nehmen und auf Gott vertrauend auferwecken lassen. Selbst wenn das Gerücht vom Scheintod stimmt: Wäre der christliche Glaube und Weg erschüttert, wenn Jesus schwerverletzt im Koma liegend durch eine göttliche Wunderheilung auferstanden wäre?

Jesus selbst und die Engel am leeren Grab sprechen zwar von der Auferstehung vom Tod. Doch meinen sie damit nur und ausschließlich den körperlichen Tod? Ein Mann will Jesus nachfolgen und vorher noch seinen Vater bestatten, doch Jesus sagt „Folge mir nach und lass die Toten (!) ihre Toten begraben“ (Lk 9,60). Auf das nicht-körperliche „Sterben“ und neu leben kommt es also an. Und dennoch: Würde die göttliche Wunderheilung eines körperlich nur beinahe toten Jesus seine Botschaft und sein Lebenswerk entwerten?

Der Koran verneint Jesu Kreuzigung

Der islamische Koran erwähnt Jesus Christus erstaunlich oft und bewundert ihn als großen Propheten mit ungewöhnlichen Gaben. Wenngleich nicht Gottes Sohn, sondern vollmenschlicher Prophet, so lassen doch viele Koranstellen eine echte Zuneigung für „Isa“ erkennen. Ausgerechnet bei Jesu Kreuzigung und Auferstehung, dem Kern der christlichen Religion, vertritt der Koran jedoch eine ziemlich absurde Meinung: Die Jesus-Kreuzigung und seinen Tod gab es gar nicht! Gott habe es nur so aussehen lassen und ihn vorher zu sich geholt.

In Sure 4, Vers 157+158 steht: „Sie haben ihn aber nicht getötet und sie haben ihn nicht gekreuzigt, sondern es erschien ihnen nur so … Gott hat ihn zu sich erhoben. Gott ist mächtig und weise.“ Nur ein einziger von 108 Jesus-Koranversen erwähnt seinen Tod am Kreuz, nämlich der zitierte, der es explizit verneint. Das WIE der göttlichen Intervention ist strittig, doch alle islamischen Führer und Theologen bestätigen: Jesu Kreuzigung, Tod und christliche Auferstehung gab es nicht. Gott hätte seinen Propheten Jesus niemals am Kreuz sterben lassen.

Jesus hat Kreuzigung und Tod mehrfach angekündigt, für notwendig erklärt und betonte, damit Gottes Wille zu erfüllen. Warum hätte Gott ihn dann retten sollen? Und selbst wenn, warum durch eine nie aufgeklärte Massenillusion? Ist es Gottes Stil, seit fast 2000 Jahren die Christen einem Irrglauben aufliegen zu lassen und zum Narren zu halten? Und nur der Islam kennt die Wahrheit über eine ganz andere, nämlich die christliche Religion? Kann auf dem Boden einer solchen Täuschung eine Weltreligion entstehen, die auf genau dem wurzelt, was laut Koran gar nicht passierte?

Scheintot geheilt und später nach Indien?

Jesu Kreuzigung sei geschehen, aber er habe überlebt. Scheintot sei er ins Grab gelegt worden und drei Tage später wieder gesund gewesen. Das Gerücht beruht auf vier Überlegungen: Jesu Kreuzigung hat laut Markus „nur“ sechs Stunden gedauert und die Unterschenkel wurden ihm nicht gebrochen. Der verabreichte Essig hätte ein besonderes Betäubungsmittel enthalten. In Indien existieren Hinweise auf einen heilenden Rabbi aus Palästina namens Yuz Asaf („Sohn des Joseph“?) Jahre später. Der den Tod feststellende Römer sei bestochen worden.

Dagegen spricht: Jesus ist – wie von ihm angekündigt – nach drei Tagen völlig geheilt auferstanden und hat sich vielen Menschen gezeigt, geredet, gegessen usw. Mit normaler menschlicher Hilfe hätte er nicht nach drei Tagen völlig gesund als strahlender Held auferstehen können. Denn Jesus hat durch Folter und Kreuzigung in jedem Fall schwerste Verletzungen erlitten.

War es aber eine Wunderheilung mit göttlicher Hilfe, dann hätte Gott das auch mit einem wirklich toten Jesus gekonnt. Wozu dann die riskante Vortäuschung eines Scheintodes? Für göttliche Hilfe spricht außerdem, dass der in der Bibel beschriebene auferstandene Christus nicht einfach nur körperlich wiederbelebt war.

Guter Zweifel nährt Wahrheit und Glauben

Die gesamte Lehre Jesu und Entstehung der christlichen Religion beruhen auf einem echten, freiwilligen Opfertod aus Liebe zu Gott und den Menschen. Nur durch eine echte Kreuzigung konnte Jesus dann eine echte Auferstehung vollbringen, sich damit als der prophezeite Messias erweisen und einen zeitlosen christlichen Erlösungsweg vorleben. Wozu ein riskanter „kleiner Betrug“? Noch dazu, wenn es für Gott sowieso keinen Unterschied macht, ob er einen zu 95 oder 100% toten Jesus auferweckt?

Das Scheintod-Szenario passt nicht ins Verhalten der Jünger. Als nötige Mithelfer hätten sie davon gewusst. Dem war nicht so, denn gerade die Jünger waren ziemlich taub für die deutlichen Ankündigungen von Jesus vor der Kreuzigung und ganz besonders schockiert hinterher. Last not least, Christengegner und christliche Verräter gab es über all die Jahre genug. Irgendeiner hätte das Ganze mit Sicherheit aufgedeckt.

Apostel Thomas hat Zweifel, befühlt Jesu Wunde, sucht WahrheitJesus rettet den wegen Zweifel und fehlendem Glauben ertrinkenden Petrus

Thomas und Petrus waren beide schwach im Glauben und hatten Zweifel. Thomas will die Wunde befühlen, die der auferstandene Jesus nach der Kreuzigung noch hat. Petrus wäre beinahe ertrunken, weil er dem wasserwandelnden Jesus nicht glaubte.

Ehrliche Zweifel sind menschlich und führen alle Weitersuchenden zur Wahrheit und echtem Glauben. Jesus hatte immer ein offenes Herz für die Zweifler. Er ermuntert deshalb Thomas bei seiner Wundenprüfung und reicht Petrus die rettende Hand. Fest im Glauben trägt Thomas später die christliche Lehre in viele Länder und hat vermutlich das Thomas-Evangelium verfasst. Petrus wird einer der Mitbegründer des Christentums.

Den Reinkarnationserinnerungen zweier Essener in Essener Erinnerungen zufolge hat Jesus die Kreuzigung tatsächlich überlebt. Nicht die Jünger, sondern Josef von Arimathäa und ägyptische Essener haben dabei geholfen. Drei Tage später erscheint Christus vielen Menschen in seinem Lichtkörper(!). Später soll er im geheilten physischen Körper noch längere Zeit incognito gelebt haben. Würde dieses Geschehen den christlichen Glauben und Weg erschüttern? Worauf kommt es an beim Heilsweg aus „Tod und Auferstehung“? Konstruktive Zweifler gehen diesen Fragen nach …

(Autor: Martin Dierks)

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