Spiritualität & Esoterik, Startseite


Das spirituelle „Menschenwerk“ der Kirche und Religion

Religionen und Kirchen, spirituell

Spiritualität braucht keine Religion


Spiritueller Auftrag und Erfolg der Religionen


Wie sehr dürfen Kirchen „menscheln“?




Kirche in Barcelona zeigt Jesus mit Heiligen
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Spiritualität braucht keine Religion



Spiritualität steht unabhängig von Religion jedem offen. Religionen hingegen geben ihren Gläubigen einen spezifischen spirituellen Rahmen vor.

Die Bedeutung der Spiritualität umfasst durchaus den Alltag und alle Lebensbereiche. Wie sagt der Zen-Buddhismus „Vor der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen. Nach der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser tragen.“ Letztlich führt jeder ein spirituelles Leben, dessen Lebensphilosophie dem Leben konsequent und praktisch umgesetzt einen höheren Sinn abgewinnt. Jeder Mensch kann daher jederzeit auf seine eigene Weise spirituell leben – ohne Religion und Kirche.


Der „Spirit“ ist für jeden da

Kurz nach der Geburt sehen Sie Ihrem Kind das erste Mal in die Augen. Sie spüren eine tiefe seelische Verbundenheit, die Sie unerklärlich stark ergreift. Sie gehen alleine in der Natur spazieren und erleben das erhebende Gefühl, nicht „allein“, sondern „all-eins“, also eins mit allem zu sein. Ein bestimmtes Ereignis hat Ihr Leben verändert. Nach anfänglichem Widerstand erkennen Sie die „höhere Botschaft“ dahinter. All diese Dinge machen das Leben spirituell.

Was ist nun eine Religion? Meyers Lexikon definiert sie als die „zusammenfassende Bezeichnung für eine Fülle historischer Erscheinungen, denen ein spezifischer Bezug zwischen Transzendenz einerseits und den Menschen andererseits in einer deren Verhalten normativ bestimmenden Weise zugrunde liegt.“

Meine Güte, bei solch komplizierten Erklärungen braucht es keine Skandale mehr, um Religion den Menschen zu entfremden. In einfachen Worten, Religion ist der Glaube an eine höhere, nicht ohne weiteres erfahrbare Macht, zu der wir aber durchaus in Verbindung treten können.


Religion und ihre Vorgaben

Entscheidend ist nun, wie und warum Gläubige diese Verbindung pflegen: Je nach Religion geschieht dies auf eine bestimmte, historisch gewachsene Weise. Charakteristisch z.B. für das Christentum sind Gebet und Gottesdienst sowie bestimmte Handlungsrituale bei bestimmten Anlässen wie Taufe, Ostern oder Weihnachten.

Anders als Spiritualität ist Religion also in ihrem Tun und Glauben festgelegt. Christen glauben z.B. monotheistisch an nur einen Gott und ihr Begründer Jesus ist Gottes Sohn. Der Buddhismus hingegen glaubt weder an einen einzigen Gott noch sieht er in seinem Begründer einen Gottessohn. Ein Buddhist betet keinen Rosenkranz und der Christ erstellt kein Sand-Mandala.

Die grundsätzliche Vielfältigkeit und Freiheit der Spiritualität erfährt in den Religionen also eine vorgegebene Struktur. Diese basiert bei jeder Religion auf ihrem eigenen, historisch gewachsenen Glaubenssystem.

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Spiritueller Auftrag und Erfolg der Religionen



Ein spiritueller Auftrag liegt in der Natur und Bestimmung jeder Religion. Der Erfolg dieses Auftrages hängt weitgehend davon ab, wie gut und engagiert ihn die Kirchen mit Leben füllen.

Jede Religion hat einen spirituellen Auftrag. Religion kommt von lateinisch „religere“, das heißt wiederverbinden, zurückführen. Gemeint ist die Wiederverbindung mit Gott. Ob und wie gut dies den verschiedenen Religionen gelingt und inwieweit ihr Glaubenssystem dieses Ziel fördert, steht auf einem anderen Blatt. Vieles verdient hier sicherlich Kritik. Allerdings liegt dies m.E. weniger an den Religionen selbst, als an deren Umsetzung und Interpretation durch ihre jeweilige Kirche, sprich Institutionen und Menschen.


Wenn keiner der Wege nach Rom führt

Reinkarnation eignet sich sehr gut als Beispiel für „unspirituelle“ Umsetzungen eines religiösen Grundgedankens durch die Kirchen. Weltweit glaubt eine überwältigende Mehrheit an Wiedergeburt. Ein früheres Leben lässt sich in Rückführungen sowie nachts im Schlaf bzw. „Realtraum“ erfahren, wie auf www.traumdeutung-lebensberatung.de näher erläutert.

Die christlichen Kirchen lehnen Reinkarnation kategorisch ab, aber aus höchst dubiosen Gründen. In den ersten Jahrhunderten nach Jesus war der Glaube an Wiedergeburt etwas völlig Normales. Erst im 6. Jahrhundert beschlossen die Bischöfe des Fünften Konzils auf politischen Druck des Kaisers, die Lehre der Reinkarnation mit einem Schlag völlig zu verwerfen. Ja mehr noch, seit jenem Konzil galt es nun sogar als ketzerische Irrlehre!

Im Buddhismus hingegen ist Reinkarnation seit jeher ein fester Teil des Glaubens. Der buddhistische Reinkarnationsglaube treibt jedoch seltsame Blüten. So soll der Mensch z.B. als Insekt oder Wurm wiedergeboren werden können. Ein Mensch mit all seinen Erfahrungen, Gefühlen, Erkenntnissen usw. soll in einem Wurm ein geeignetes Plätzchen für weitere Erfahrungen finden? Das widerspricht universellen Entwicklungsgesetzen und erscheint mir ziemlich widersinnig.

So unterschiedlich kann die kirchliche Interpretation und Umsetzung ein und desselben Themas ausfallen: Von der willkürlichen 180-Grad-Wende und Brandmarkung bis hin zu einfachsten Kleintieren als geeignete Lebensform für eine Wiedergeburt. Denken Sie, die christliche oder buddhistische Auffassung von Reinkarnation unterstützt eine spirituelle Lebensweise?


Ein Hoch auf den Glauben

Ein positives Gegenbeispiel für etwas, das alle Religionen teilen und Spiritualität begünstigt, ist der Glaube und die Glaubensfreiheit. Alle Religionen gehen davon aus, dass Gott zwar erfahrbar ist, jedoch nicht allein mit dem Verstand vollständig erfasst werden kann. Es braucht vielmehr einen Glauben. Als Glaubensfrage entzieht sich Religion daher von vorneherein jeglicher rationaler Beweisführung. Es gibt nichts zu beweisen. Der Glaube bringt ein wichtiges Gegengewicht zur Wissens- und Wissenschaftskultur ins Spiel, gerade im Westen.

Der Glaube ist unantastbar, jeder darf glauben, was er will und kann es in der von ihm bevorzugten Religion bzw. Kirche ausleben. Die Glaubens- und Religionsfreiheit ist im deutschen Grundgesetz verankert und genießt daher höchsten Stellenwert.

                 
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Wie sehr dürfen Kirchen „menscheln“?



Kirchen sind als menschliche Institutionen das Bindeglied zwischen ihrer Religion und den Menschen. Ihr gesamtes Wirken, einschließlich des spirituellen Auftrages, scheitert vor allem an der Unfähigkeit, eigene Schwächen aufzuarbeiten.

Eine „Kirche“ ist Körper und Hand ihrer Religion. Als Institution, über viele Jahre gewachsen, vertritt sie die Interessen ihrer Religion. Sie legt ihre Spielregeln und Rituale fest sowie das Glaubenssystem. Sie ist Vermittler und Kontaktstelle zwischen ihrer Religion und den Menschen, auch in spiritueller Hinsicht. Speziell die christliche Kirche bietet wenig Raum für Spirituelles an.


Das Zölibat als Beispiel des Versagens

Die christliche Kirche verdient Kritik. Sündenvorstellung, Sexualmoral und eine stark vernachlässigte christliche Spiritualität sind nur einige Stichworte. Warum z.B. wird katholischen Priestern ein asexuelle Ehelosigkeit im Zölibat aufgebürdet, wenn von vorneherein feststeht, fast keiner wird es einhalten können? Wenn heimlich viele Kinder von Priestern geboren werden, für die die Kirche mit unseren Steuergeldern aufkommt? Wenn andere Geistliche Kinder sexuell missbrauchen oder heimlich ihre Homosexualität ausleben?

Wäre es nicht ehrlicher und gottgefälliger, ein vorbildhaftes Eheleben einschließlich Sexualität und Liebe zu führen? Wäre es daher nicht klüger und realistischer, das Zölibat freiwillig anzubieten? Wie würde wohl Jesus Christus darüber denken? Wie verträgt sich das Zölibat mit seinem Gebot der Liebe, siehe was ist Liebe? Das Zölibat ist nur ein Beispiel, es gäbe viele weitere. Die christliche Kirche lebt in vielerlei Hinsicht an der Realität und den Bedürfnissen der Menschen vorbei.


Auf den Umgang mit Schwächen kommt es an

Warum ist das alles so? Kirchen sind Menschenwerk, nicht das Werk von Heiligen oder Engeln. Und Menschen machen Fehler, haben Ängste, blinde Flecken und egoistische Interessen. Allein der Beruf für die Kirche macht aus niemandem einen besseren Menschen. Das ist die zu akzeptierende Realität, ganz ohne Feindbild gegenüber Religion und Kirche.

Andererseits dürfen menschliche Schwächen nicht als Rechtfertigung dienen, sich vor dringend benötigter Aufklärung und Verbesserung zu drücken. Den Maßstab der Reue und Umkehr legen christliche Kirchenverteter gerne für andere an, doch er gilt für sie selbst umso mehr. Natürlich hat die Kirche menschliche Schwächen, aber im Umgang damit muss sie sich einen höheren Maßstab gefallen lassen, als der für normale Gläubige.

Mit anderen Worten, vielen Kirchen täte ein bestimmter Teil ernsthafter Esoterik gut, näher erläutert auf der Seite über Esoterik und ihre Bedeutung: Selbsterkenntnis. Eine Selbsterkenntnis, die Konsequenzen zieht und dadurch Glaubwürdigkeit erlangt; genau das, was der katholischen Kirche fehlt. Papst Franziskus hat in dieser Hinsicht mit seiner Weihnachtsansprache 2014 ein echtes Zeichen gesetzt. Hat er doch mit seiner Rede von den „15 Krankheiten der Kurie“ seinen Bischöfen und Kardinälen ordentlich die Leviten gelesen.


Spirituelle Alternativen zur Kirche suchen

Zurück zu unserer Ausgangsfrage, was Religion und ihre Kirchen für ein spirituelles Leben ihrer Mitglieder tun können. Angesichts der beschriebenen Situation wundert wohl niemanden, dass speziell die christliche Kirche wenig wertvolle Impulse für eine gelebte Spiritualität zustande bringt. Wie soll eine Kirche ihre Gläubigen zu Gott führen, die noch nicht mal gewillt ist, ihre Schwächen ehrlich anzuerkennen – geschweige denn, sich daran in spirituelle Höhen emporzuarbeiten?

In der Folge suchen sich viele Christen völlig zu Recht andere Quellen und Hilfen für ihre ganz eigene, individuelle Spiritualität. Dazu gehören z.B. die empfehlenswerten Gespräche-mit-Gott-Bücher, aber leider auch fragwürdige Sekten und ein schillernder Esoterik-Markt. Nicht jeder angebotene Weg nach Hause führt tatsächlich nach Hause …

Wie sieht es mit den anderen Religionen und deren Kirchen aus? Speziell der Buddhismus bietet seinen Anhängern eine ausgeprägte Spiritualität. Die für Buddhisten wichtige Meditation ist im christlichen Deutschland absolut gesellschaftsfähig geworden. Im Großen und Ganzen leiden jedoch alle etablierten Kirchen an ihren eigenen unbewältigten Problemen. Freie, selbstbestimmte Menschen müssen entscheiden, ob Sie in Ihrer Kirche einen geeigneten Raum für Spirituelles finden.

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Copyright©2007, M. Dierks, letzte Änd. 03/2016

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